Wir möchten Ihnen auf dieser Seite zum einen Einblicke in unseren Arbeitskreis geben und zum anderen Informationen zur Musiktherapie liefern. Informationen zu Mitgliedern des MAKS und den Praxisfeldern, in denen wir tätig sind entnehmen Sie bitte den jeweiligen Seiten auf unserer Homepage.

Informationen zur Musiktherapie

Musiktherapie als eine Form der Psychotherapie verwendet die universelle Sprache der Musik als zentrales Medium in der Behandlung. Mit und in der Musik finden die wesentlichen Prozesse statt, die seelische Störungen ebenso erfahrbar machen wie Potentiale, die dem Patienten zur Verfügung stehen. Somit kann Heilung in Gang gesetzt werden.

Erscheint die Musiktherapie im Vergleich zu den klassischen Verfahren als noch relativ junge Disziplin, so hat sie durch die staatlichen und staatlich anerkannten Ausbildungsinstitute doch bereits einen festen Platz in der Gesundheitsversorgung gefunden.

Man findet die Musiktherapie vor allem in psychotherapeutischen Einrichtungen, in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken, in Behinderteneinrichtungen, sowie in Altenheimen und Suchtkliniken, und in letzter Zeit zunehmend in der neurologischen Rehabilitation und in freier Praxis.

Die Musiktherapie ermöglicht PatientInnen Kommuniktation, Ausdruck, Erleben und experimentelles Handeln auf nonverbaler Ebene. Freies Spiel mit Instrumenten und Stimme sowie das Hören von Musik bilden dazu den Handlungsraum.

Im therapeutischen Gespräch kann dies als prozessuales Geschehen reflektiert und damit der bewussten Verarbeitung zugänglich gemacht werden. Dies ist von hohem diagnostischem Wert und verhilft zur Einsicht in leidensverursachende Denk- und Verhaltensmuster. In spielerischem Probehandeln können dann Wege gefunden werden, sowie der Transfer in den Alltag reflektiert werden.

Musiktherapie wird bei PatientInnen angewandt, die sprachlich nicht oder nur schwer erreichbar sind, beziehungsweise in ihrer sprachlichen Ausdrucksfähigkeit eingeschränkt sind. Hierzu zählen beispielsweise PatientInnen nach Schlaganfall, mit Hirnläsionen in Folge eines Unfalls, mit Demenzerkrankungen, PatientInnen mit psychotischer oder autistischer Symptomatik.

Darüberhinaus kann Musiktherapie im sprachgewandten Erwachsenen und Jugendlichen vorsprachliche und vorbewusste Lebensbereiche ansprechen. Schwer verbalisierbare Inhalte, Atmosphärisches kann musikalisch gestaltet, Beziehung kann auf dieser Ebene zugelassen und erlebt werden. Dies wirkt intellektualisierender Abwehr und Verdrängung entgegen. Bei vielen psychiatrischen Krankheitsbildern (z. B. Neurose, Borderlinestörung, Persönlichkeitsstörung, Psychose) ist dies von Relevanz.